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AVIRU erhält Go-Bio-Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Weiterentwicklung eines neuartigen Medikaments gegen multiresistente Bakterien, Berlin, 12. November 2012 — AVIRU hat sich in der diesjährigen Auswahlrunde für eine hochdotierte Förderung durch das Go-Bio-Programm des BMBF durchgesetzt. Mit der Förderung in Millionenhöhe kann AVIRU in den nächsten Jahren effektiv seine neue Wirkstoffklasse für die Anwendung in der Klinik weiterentwickeln.

Auf dem Gebiet der Antiinfektiva-Forschung wächst der Bedarf an alternativen Therapien rasant, da seit einigen Jahren die Ausbreitung von multiresistenten Erregern die Wirkung klassischer Antibiotika einschränkt und so bakterielle Infektionen wieder zu einer tödlichen Gefahr werden. Den Mangel an innovativen Behandlungsansätzen begegnet AVIRU mit neuartigen Wirkstoffkandidaten und einem revolutionären Wirkungsmechanismus, bei dem die Produktion bakterieller Giftstoffe (Virulenzfaktoren, Toxine) durch die AVIRU-Moleküle abgeschaltet wird und so die Krankheitserreger entwaffnet werden, ohne sie direkt zu töten. In der Folge lassen sich die entwaffneten Erreger leichter durch das Immunsystem bekämpfen. Dieses Konzept konnte bereits erfolgreich im Tiermodell bestätigt werden und bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Antibiotika wie beispielsweise das Ausbleiben eines Selektionsdrucks (direktes Abtöten der Erreger) und die damit verbundene Resistenzentwicklung.

Im Rahmen der GO-Bio-Förderung sollen bereits identifizierte Wirkstoffe für die äußerliche (dermale) und orale Anwendung gegen den multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) Erreger optimiert und darauf basierend präklinische Kandidaten identifiziert werden. Ziel ist es den Wirkstoffkandidaten zu optimieren, damit dieser die Klinischen Phasen durchlaufen kann.

 

Über 390.000 Euro Startkapital für LMU-Spin-off. AVIRU erhält EXIST-Förderung des Bundes, München, 06. September 2010 — Erneut war ein Antrag von Unternehmensgründern aus der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München bei der Ausschreibung des Programms „EXISTForschungstransfer“
erfolgreich. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert das Gründungsvorhaben AVIRU („anti-Virulenz“ also anti-Bösartigkeit) aus dem Exzellenzcluster Center for Integrated Protein Science Munich (CIPSM) der LMU. Von Mai 2010 an erhält AVIRU für 18 Monate zum Nachweis der technischen Machbarkeit der Geschäftsidee rund 390.000 Euro Fördergelder. EXIST-Forschungstransfer wurde im November 2007 von der Bundesregierung aufgelegt und dient der Förderung herausragender, forschungsbasierter Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. AVIRU ist neben Nanostove und BioStemTec bereits das dritte Projekt, das durch dieses Programm gefördert wird.
Das zu gründende Spin-off-Unternehmen AVIRU hat sich zum Ziel gesetzt, einen klinischen Kandidaten zur Behandlung von multiresistenten Bakterien durch Inhibition der Virulenz zu entwickeln und marktfähig zu machen. AVIRU bezieht seine wissenschaftliche Innovation aus der Grundlagenforschung, die in der Arbeitsgruppe von Professor Stephan A. Sieber vollständig am Department Chemie innerhalb des Exzellenzcluster CIPSM durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde die Leistungsfähigkeit des Ansatzes akademisch durch eine Vielzahl von Publikationen, den „Innovationspreis der Bioregionen Deutschlands“ im
Jahre 2008 und den „Arnold Sommerfeld-Preis“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Jahre 2009 manifestiert. Diese Technologie soll nun für den Eintritt in den Markt vorbereitet werden.
AVIRU hat einen Wirkstoff gegen ein exklusives Zielmolekül, ein sogenanntes Target (ClpP), in vielen pathogenen und multiresistenten Bakterien sowie Parasiten entwickelt und patentiert mit dem Ziel, Infektionskrankheiten zu behandeln, die durch multiresistente Bakterien und Malaria verursacht werden. Im Gegensatz zu etablierten Antibiotika, die durch bakterielle Resistenzen zunehmend unwirksam werden, setzt AVIRU mit seinem Wirkstoff AVU, einem Molekül aus der Substanzklasse der beta- Laktone, auf eine komplett neue Strategie. AVU tötet Bakterien nicht, sondern führt dazu, dass Pathogene daran gehindert werden, ihr Potenzial an toxischen Virulenzfaktoren zu entfalten. Wie bereits in vielen Untersuchungen gezeigt werden konnte, befinden sich darunter auch solche Proteine, die für das Eliminieren der humanen Immunantwort, des Gewebesterbens, der Sepsis und des toxischen Schocks verantwortlich sind. Der Vorteil dieser Strategie ist, dass die ihres zerstörerischen Potenzials beraubten Bakterien durch die Immunantwort eliminiert werden können, was bereits für einen genetischen Knockout von ClpP demonstriert wurde. Da AVU Bakterien nicht in ihrem Wachstum hemmt und tötet, kommt es im Gegensatz zu etablierten Antibiotika zu keinem ausgeprägten
Selektionsdruck. Aufgrund dieses fehlenden Selektionsdrucks ist eine schnelle Bildung neuer Resistenzen gegen ClpP als therapeutisches Angriffsziel nicht zu erwarten, was das Alleinstellungsmerkmal des neuen Verfahrens ist.
„Das Ziel des AVIRU-Teams für die Gründungsphase des Unternehmens ist die pharmakologische Optimierung des bestehenden Wirkstoffes AVU, so dass ein proof-of-concept zur Behandlung von Infektionskrankheiten in lebenden Organismen erreicht werden kann“ sagt Dr. Oliver Baron, Geschäftsführer des Exzellenzclusters CIPSM. „Dieses Projekt zeigt ebenfalls, wie durch die Exzellenzinitiative bereits nach nur vier Jahren neue Technologien aus der Universität ihren Weg zum Markt finden und so neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen werden.“
Am AVIRU-Projekt arbeiten Dr. Oliver Baron (Geschäftsführer), Dr. Thomas Böttcher (Projektleiter), Dr. Vadim Korotkov (Medizinal Chemie), Dr. Katrin Lorenz-Baath (Pharmakologie) und Professor Stephan A. Sieber (Leiter der Forschung und seit diesem Semester Lehrstuhlinhaber für Organische Chemie II am Department Chemie der Technischen Universität München).
Das Vorhaben wurde bei der zweistufigen Antragstellung intensiv vom Spinoff Service der LMU unterstützt. Der Spin-off Service ist ein Arbeitsbereich der „Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer“, der durch die dritte Förderlinie der Exzellenzinitiative als Teil der „Research Services“ gefördert wird. Infolge dieser Förderung durch das Zukunftskonzept „LMUexcellent“ ist auch die weitere Begleitung des Gründungsprojektes AVIRU durch den Spin-off Service sichergestellt.